Aktuelles




Bildungskonzept



Steuer-, Wirtschafts- und Sozialkonzept



Gesundheitskonzept



Verkehrskonzept



Satzung (PDF)



5. Das "Schlüsselerlebnis" Wiedervereinigung

Künftige Historiker könnten den 9. November 1989 als den "day of no return", als "Tag des Erwachens" in der Geschichte markieren. Mit dem Tag der Wiedervereini-gung begann sich nämlich innerhalb kürzester Zeit das bundesdeutsche Sozialstaats-Wesen als das zu entlarven, was es tatsächlich längst war: Ein durch und durch verrottetes pseudo-demokratisches wie auch pseudo-soziales Politkartell, das sich wirtschaftlich übernommen und politisch selbst zerfressen hat.
Wären nicht nahezu alle führenden Wirtschaftsinstitute von öffentlichen Geldern abhängig, brächte ein ehrlicher Kassensturz das wahre Ausmaß der bundesdeutschen Sozialstaats-Katastrophe ans Tageslicht.
Das gesamte bundesdeutsche Sozialwesen inkl. der Sozialversicherung und deren Einzelpfeiler (Arbeitslosen-, Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung) ist nicht mehr zu finanzieren. Gleiches gilt für das bundesdeutsche Steuerrecht und -wesen, das jeden Unternehmer - ich spreche hier von den wirklichen Unternehmern, nicht den Bossen der großen Aktiengesellschaften und Staatsbetriebe - entweder ins Ausland flüchten läßt oder zur Aufgabe zwingt.
Das im Dezember 1995 erstmals zugegebene Defizit der Rentenversicherung (nahezu 10 Milliarden Mark) wird bis zum Ende dieses Jahrzehnts wohl auf das Dreifache steigen, da - entgegen den vollmundigen Versprechungen der Verant-wortlichen - die Arbeitslosigkeit bis zum Jahre 2000 auf offiziell 10,5 - 11 %, inkl. der versteckten Arbeitslosigkeit wohl auf etwa 17 - 18 % steigen wird.
Die damit verbundene "Begleitmusik" - eine auf neue Höchststände steigende Pleitewelle, eine in amerikanische Dimensionen anschwellende Kriminalitätsrate, soziale und soziologische Verwerfungen auch in heute noch relativ ruhigen Teilen unseres Landes und existenzbedrohende Streiks und Arbeitskämpfe bislang nicht gekannten Ausmaßes (die Augenzeugen der Depression der späten 20er Jahre sind bis dahin nahezu ausgestorben) werden das Szenario prägen, auf das wir uns langsam aber sicher vorbereiten dürfen.

Die ansonsten denkbare Alternative - noch höhere Steuern und Sozialabgaben - sollte nicht einmal angedacht werden; es wäre politisch nicht mehr durchzusetzen und der Anfang vom Ende.

Über Geburtenrückgänge und steigende Lebenserwartungen, sinkende Arbeitszeiten und deren Folgen, die Unhaltbarkeit der Bismarck'schen Rentenformel und des Generationenvertrages, die Ausuferung des Sozialstaats und die fatalen Folgen einer immer ungehemmter prassenden Konsumgesellschaft sowie das zutiefst gestörte Verhältnis zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern wurden mittlerweile ganze Bibliotheken verfaßt.
Nur selten treten einzelne Personen oder Organisationen mit wirklichen Alternativen an die Öffentlichkeit. Dies hat einleuchtende Gründe: Derartige Initiativen sind sehr teuer und finden selten mutige Verleger und politische Vorreiter, da diese damit ein nicht zu unterschätzendes wirtschaftliches Risiko eingehen.
Wer will schon schwarz auf weiß den Beweiß vor die Nase gelegt bekommen, daß es in heute praktizierter Weise nicht mehr weitergehen kann und er zur Kenntnis nehmen muß, wie schmerzlich die entsprechenden Alternativen sein werden?
Wieviel schneller und mehr Stimmen vereint derjenige auf sich, der die Bedürfnisse der Massen mit wohlklingenden Schalmeienklängen zu locken versteht - Karl Marx läßt grüßen!

Impressum Startseite Kontakt

Mitdenken. Mitentscheiden. Mithandeln.


© Deutscher Bundesverband für Steuer-, Finanz- und Sozialpolitik (DBSFS)

 

Netzwerkpartner

zeitreport

private Akademie für die Selbständigkeit (pAS-GmbH)

Partnerschaft für Innenweltschutz (P.f.I.)

Anthropos e.V. - Für die Kinder dieser Welt

PERSPEKTIVE

PERSPEKTIVE-Forum