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Schlußbemerkung:

Wir kommen nicht um ein Neues Denken umhin

Selbst vorausgesetzt, wir rängen uns zu dieser Alternative im Steuer-/Sozialbereich durch, so wäre damit zwar der augenblicklichen Misere zumindest Einhalt geboten. Eine Lösung auf Dauer kann jedoch nur verbunden sein mit einer Reform in unserem gesam-ten Erziehungs- und Bildungswesen.

Man möge es nicht für eine versponnene Idee halten, wenn ich behaupte, daß das gesamte Erziehungs- und Bildungssystem - vom Vorschulkindergarten bis in die Universitäten - auf eine neue philosophische Grundlage gestellt werden muß. Solange sich unsere Menschlichkeit darauf beschränkt, fünfmal im Jahr für "Brot für die Welt" zu sammeln oder Werbe-Shows für die "Aktion Sorgenkind" zu veranstalten, betreiben wir Stückwerk und billige Gewissenshygiene. Frieden in der Welt, ein angstfreies miteinan-der-Arbeiten und -Leben in der "Großfamilie" Staat, wie auch im "Kleinstaat" Familie, wird erst dann verwirklicht, wenn bereits in frühester Kindheit wieder mehr Wert darauf gelegt wird, Verständnis und Toleranz aufzubauen.

Dies hätte - vielleicht für viele unglaublich - Auswirkungen auf praktisch alle Lebens-bereiche. Betrachten Sie die Aggressivität, mit der heute im Straßenverkehr gefahren, um berufliche Posten und Positionen gerungen, intrigiert, vor Gerichten prozessiert und mit Streiks und Protestmärschen agiert wird...

Solange jedoch keiner bereit ist, den Beruf des Lehrers als den vielleicht wichtigsten anzusehen und wir nicht nur pädagogisch und philosophisch erstklassig geschulte Men-schen mit der Erziehung unserer Kinder betrauen, solange man sich nicht der "Ausbildung zum Erwachsenen/Eltern/ Vorgesetzten" widmet, werden wir den "Krankheiten" Eifersucht, Angst, Furcht und Neid weiterhin unseren geistigen, sozialen und wirtschaftlichen Tribut zollen müssen. Wir "doktern" an den Symptomen (körperlichen, geistigen und seelischen Krankheiten) herum, anstatt die Ursachen zu erforschen und zu beheben.

Sinn und Ziel dieser Ausarbeitung war beileibe nicht, ein Konzept für ein vollkommen neues "Staatswesen" oder "Menschenbild" zu schaffen. Hier und jetzt ging es tatsächlich nur um ein neues "Steuer- und Wirtschaftssystem".
Da dieses jedoch gedanklich in ein holistisches, sämtliche Bereiche des Lebens umfassen-des Neues Denken eingebunden und mit diesem vernetzt werden muß, gestatten wir uns, folgende Schriften zur weiteren Lektüre zu empfehlen:

1. Plädoyer für einen neuen Begriff von Arbeit, DBSFS, 1990
2. Korruption - Die Entschlüsselung eines universellen Phänomens, FOUQUÉ, 2000
3. Der berstende Sozialstaat, DBSFS, 1994


Es gibt viele Denkmodelle und schulische Ansätze, die im Laufe von drei Jahrtausenden initiiert wurden, und überall trifft man auf Menschen, die alle den Frieden beschwören und Zufriedenheit suchen. Diese Gedanken umzusetzen entspräche der wahren geistigen Potenz des homo sapiens und wirklichem Humanismus.
Vernunft und Einsicht sind beileibe nicht ausgestorben, allenfalls liegen sie tiefgefroren im Kühlfach der hochmodernen Kühlschränke unserer Zivilisation. Wir müssen sie nur "auftauen", bevor es zu spät ist.
J.L. Earl

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