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VORWORT

Sie sind zwischen 25 und 95 Jahre alt, verfolgen in den Medien den Lauf der Dinge.
Ob Sie am Anfang Ihrer beruflichen Karriere stehen oder hoffen, Ihre wohlverdiente Rente auch in Zukunft genießen zu können - Sie spüren die wirtschaftlichen und sozial-politischen Probleme, denen wir uns immer dräuender gegenübersehen
.

In verwirrender Vielfältigkeit stehen wir im Schlaggewitter von Horrormeldungen über steigende Arbeitslosenzahlen und pleitegehende Betriebe. "Weise" versuchen uns einen Aufschwung einzureden, an den keiner so recht glauben mag. Andere "Auguren" künden kassandrisch von einer drohenden Rationalisierungswelle, wieder ansteigenden Infla-tionsraten und Netto-Lohnabschlägen bei gleichzeitig sinkendem Lebensstandard. Seit Jahren wird von Steuersenkungen geschwafelt - von Vertretern aller Parteien -, während wir gleichzeitig von Regierung und Opposition darauf "eingestimmt" werden, daß der Solidaritätszuschlag uns bis ins nächste Jahrtausend begleiten wird.
Die Kriminalitätsraten (speziell deren Ausländeranteil) steigen beängstigend. Unternehmer transferieren Arbeitsplätze und ganze Firmen ins Ausland (wo sich Gewinne deutlich günstiger versteuern lassen), während hierzulande Arbeitsplätze abgebaut und Firmen geschlossen werden - lediglich die Subventionen werden noch abgegriffen und Verluste beim bundesdeutschen Fiskus realisiert.
Gleichzeitig steigen Lohnnebenkosten und Sozialabgaben munter weiter. Alle Planungen über den Anstieg der Pflegekostenversicherung sind bereits heute Makulatur (wer hätte binnen zweier Jahre schon mit einer Erhöhung der Beiträge um 70 % gerechnet?!).
Jüngstes "Gespenst": Die Abschaffung der Mark, die vollendete Sozialisierung des Gesundheitswesens, das Absacken des westdeutschen auf einen gesamteuropäischen (deutlich niedrigeren) Lebensstandard.

Insider warnen vor der bedrohlich wachsenden Schuldenfalle, dem Export des Geldkapi-tals und der schleichenden "Deflation" des Humankapitals. Wo einerseits Milliarden in seit Jahren nutz- und sinnlos aufgeblähter Bürokratie versacken, fehlt in weichenstellen-den Bereichen - Universitäten und mit Forschung befaßten Institutionen - das notwen-dige Geld zur Umrüstung unserer Wirtschaft und Gesellschaft auf die Fordernisse des 21. Jahrhunderts.
Das krampfhafte Festhalten an Uralt-Technologien und deren abstruser Subventionierung - aus populistischen Erwägungen und der Angst, sich mit den übermächtigen Gewerk-schaften und Millionen von Wählern anzulegen -, verhindert jede Fortentwicklung der Industriegesellschaft zur Dienstleistungs-, Technologie-, Multi-Media-Informations- und kybernetisch orientierten High-Tech-Gesellschaft.

Auflagen und Einschaltquoten, Umsatz und Rendite, Gewinn und pro-Kopf-Produktivi-tät bestimmen das Denken der Manager, die sich doch tatsächlich als Führungskräfte sehen - weil sie den Unterschied zwischen Management und Leadership nie verstanden haben.

Wenn Sie bereits jetzt mit dem Kopf schütteln, wäre jede weitere Lektüre Zeitver-schwendung. Sollten Sie sich jedoch angesprochen fühlen, bitte ich Sie inständig, diese Seiten geduldig zu Ende zu lesen, zu durchdenken, zu kopieren und dann an Freunde und Bekannte weiterzugeben - mit der Bitte, gleichermaßen zu verfahren.

Ich bin mindestens ebenso unzufrieden über bestehende Mißstände in unserem Staate, wie Sie. Fachlich stark vorbelastet, seit fast 25 Jahren im Finanzmarkt als Selbständiger tätig und als Wirtschafts- und Unternehmensberater tagtäglich mit o.g. Parametern konfrontiert sowie als erziehungspflichtiger Vater eines Halbwüchsigen, der mit wachen Augen seine Umwelt beäugt und als verantwortungsbewußt-optimistischer Mittvierziger sehe ich es als notwendig an, nicht nur zu stöhnen und zu schimpfen, sondern Alternati-ven zu suchen und aktiv zu werden.
Genau darum geht es.

Dringend geboten ist, die nächsten Seiten nicht nur zu lesen, sondern möglichst vielen Mitbürgern, Kollegen und Freunden weiterzugeben und damit - dies gilt besonders für diejenigen, die in den entsprechenden Berufen arbeiten (Rechtsanwälte und Steuerbe-rater, Finanz- und Vermögensberater, Lehrer und Politiker, Eltern und Erzieher, Pädagogen und ethisch-humanistisch bewußt lebende Zeitgenossen) - aktiv Verantwor-tung zu übernehmen und nicht im Strom der schweigenden Mehrheit, der es ja noch immer relativ gut geht, dahinzutreiben!

Helfen Sie mit, Gutes zu bewahren, Mißstände abzustellen, passive Zeitgenossen wachzurütteln, Alternativen zu entwickeln und uns allen eine Zukunft zu sichern, die lebens- und liebenswert ist. Wir sind heute verantwortlich, für das Morgen zu denken und zu handeln!

H.-W. Graf

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Mitdenken. Mitentscheiden. Mithandeln.


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